WISSENSFUNKE · Buchvorstellung
Warum ich WISSENSFUNKE geschrieben habe
Ein Waldabenteuer, neun Experimente und Ideen bis Band 20: Warum ich Kinder zum Fragen, Ausprobieren und gemeinsamen Entdecken einladen möchte.

Ein Waldweg, ein aufmerksamer Hund und drei Kinder voller Fragen: So beginnt „Das Rätsel im Wald“, der erste Band von WISSENSFUNKE. Für mich steckt darin auch die Idee hinter der ganzen Reihe. Ich möchte Geschichten erzählen, die neugierig machen – und die Lust wecken, nach dem Lesen selbst etwas zu entdecken.
Warum dieses Buch entstanden ist
Warum bleibt ein Hund an einer Stelle stehen, an der wir nichts Besonderes bemerken? Wie kann ein Schatten wandern, obwohl der Gegenstand stillsteht? Und warum findet Wasser manchmal einen Weg, den wir nicht erwartet hätten? Solche Fragen sind der Ausgangspunkt von WISSENSFUNKE.
Ich habe dieses Buch geschrieben, weil ich Kindern zeigen möchte, wie viel es direkt vor ihrer Haustür zu entdecken gibt. Ein Stück Holz, eine Pfütze oder ein Lichtfleck kann der Anfang einer spannenden Untersuchung sein. Dafür brauchen sie Neugier, Zeit zum Hinschauen und den Mut, eine Frage zu stellen.
Die Geschichte soll Freude machen und zugleich einen Zugang zu Wissen öffnen. Mila, Ben und Ada müssen nicht sofort alles wissen. Sie beobachten, vermuten, probieren aus und ändern ihre Meinung, wenn etwas anders ist als gedacht. Genau diese Haltung möchte ich mit dem Buch weitergeben.
Das Rätsel im Wald: die Geschichte in sieben Sätzen
Ein gewöhnlicher Nachmittag auf einem Waldweg wird für Mila, Ben und Ada zum Beginn eines rätselhaften Abenteuers. Ihr Hund Lupo bleibt plötzlich stehen und entdeckt mit seiner feinen Nase eine Spur, die die Kinder zunächst nicht verstehen. Zwischen den Bäumen tauchen ein geheimnisvoller Ton, blaues Licht und ein seltsamer Hinweis am Boden auf. Die drei beginnen, genauer hinzusehen und ihre ersten Vermutungen zu überprüfen. Dabei begegnen sie dem freundlichen Lichtwesen Dr. Funke und der schwebenden Roboterhelferin NOVA. Gemeinsam suchen sie ein verlorenes Resonanzmodul, dessen Hinweise sie immer wieder vor neue Fragen stellen. Auf ihren kleinen Waldexpeditionen und bei Versuchen zu Hause lernen sie, wie Gerüche, Schatten, Licht, Wasser und Kräfte ihnen beim Lösen des Rätsels helfen können.

Neun Experimente mitten im Abenteuer
Die neun Experimente sind direkt in das Abenteuer eingebaut. Die Kinder stoßen auf ein Problem, stellen eine Frage und untersuchen genau das Phänomen, das ihnen beim Weiterkommen hilft. Ihre Expeditionen in den Wald und ihre Versuche am Tisch gehören deshalb zusammen.
- Die Geruchsdetektive: Wie zuverlässig ist unsere eigene Nase?
- Der wandernde Schatten: Warum kann sich ein Schatten verändern?
- Unsichtbare Kräfte: Was geschieht mit Papierschnipseln und einem geriebenen Kunststofflineal?
- Das Lichtlabor: Wie verändern Materialien den Weg des Lichts?
- Wald im Glas: Welche Unterschiede lassen sich an einer kleinen erlaubten Gartenbodenprobe beobachten?
- Wanderndes Wasser: Wie kommt Wasser durch eine Papierbrücke in einen anderen Becher?
- Schwimmt Metall?: Kann eine vorsichtig aufgelegte Büroklammer an der Wasseroberfläche bleiben?
- Der Kraftverstärker: Wie hilft ein kleiner Hebel beim Anheben einer leichten Last?
- Das Bechertelefon: Wie werden Worte über eine gespannte Schnur übertragen?
Jeder Versuch bekommt im Buch eine Doppelseite: links die Erklärung, das Material, eine Vermutung, der Ablauf, die Beobachtung und die Wissensfunke-Erklärung; rechts der sichtbare Aufbau mit den Figuren. So lässt sich vom Lesen ins eigene Ausprobieren wechseln.
Fünf Versuche sind für Kinder ab etwa acht Jahren allein machbar, wenn sie die Anleitung und die Sicherheitshinweise sicher verstehen. Vier sind ausdrücklich für die Durchführung mit Erwachsenen vorgesehen. Haushaltsmaterialien werden bevorzugt; die Kennzeichnung und die Hinweise beim jeweiligen Versuch gelten immer.
Dr. Funke und NOVAs besondere Technik gehören zur Fantasie der Geschichte. Die Experimente untersuchen echte Phänomene. Diese Unterscheidung gehört für mich zum Buch dazu.

Weg vom Handy, hinein ins Entdecken
Mit WISSENSFUNKE möchte ich eine Einladung schaffen, das Handy auch einmal liegen zu lassen. Ein Buch aufschlagen, hinausgehen, einen Schatten verfolgen oder einem Käfer mit Abstand zuschauen: Die Umgebung liefert reichlich Stoff für eigene Fragen.
Und wenn es regnet oder der nächste Wald weiter entfernt ist, kann die Entdeckungsreise zu Hause weitergehen. Ein Tisch, ein paar passende Materialien und eine Frage aus der Geschichte reichen für einen Anfang. Manchmal passt ein Versuch, manchmal ein Gespräch darüber, was die Kinder gerade beobachtet haben.
Eltern müssen dabei nicht auf alles sofort eine Antwort haben. „Das weiß ich noch nicht. Lass uns gemeinsam nachsehen oder ausprobieren“ kann ein guter Anfang sein. Ich möchte mit diesem Buch Raum für solche gemeinsamen Momente schaffen: lesen, zuhören, beobachten und Wissen miteinander verstehen.
Die kleinen Expeditionen bleiben achtsam. Die Crew schützt Lebewesen und ihre Lebensräume, gräbt keine Baumwurzeln frei und begegnet Tieren mit Ruhe. Diese Aufmerksamkeit soll auch die Leserinnen und Leser begleiten.

Die Charaktere von WISSENSFUNKE

- Mila – Die Naturforscherin, 11 Jahre: Mila sieht das Leben im Kleinen. Sie nimmt sich Zeit für Pflanzen und Tiere, stellt Warum-Fragen und achtet darauf, ihre Lebensräume zu schützen.
- Ben – Der Tüftler, 12 Jahre: Ben baut und probiert gern aus. Seine Ideen bringen Bewegung ins Abenteuer. Dabei lernt er, vor dem schnellen Handgriff genauer hinzusehen.
- Ada – Die ruhige Denkerin, 13 Jahre: Ada hält Beobachtungen fest, vergleicht Hinweise und fragt nach Belegen. Sie hilft der Crew, eine Vermutung von einer gesicherten Beobachtung zu unterscheiden.
- Lupo – Der Hund mit der feinen Nase: Lupo bringt die Kinder auf die erste Spur. Seine Wahrnehmung erinnert sie daran, dass ihnen etwas entgehen kann, obwohl sie selbst nichts bemerken.
- Dr. Funke – Das freundliche Lichtwesen: Dr. Funke begleitet die Crew mit Wissen und guten Fragen. Er kann Zusammenhänge sichtbar machen, aber als Lichtwesen keine Gegenstände anfassen.
- NOVA – Die praktische Roboterhelferin: NOVA schwebt, untersucht und packt mit ihren Greifarmen an. Sie ist neugierig, hilfsbereit und manchmal etwas tollpatschig – und hat ebenso wenig auf jede Frage sofort eine Antwort.
- Fips – Der Goldhamster: Fips begegnet den Kindern erst nach der Waldmission in seinem Gehege. Er öffnet den Blick auf die Welt kleiner Tiere und auf die Frage, was sie tun, wenn wir nicht hinschauen.

Warum weitere Bände folgen sollen
Planungsstand: Ideen bis Band 20 vorhanden; konkrete Folgebände sind noch auszuarbeiten.
Mit Band 1 beginnt die Reise. Für WISSENSFUNKE liegen bereits Ideen bis Band 20 vor. Aus dieser Sammlung sollen nach und nach weitere Geschichten entstehen, in denen die vertraute Crew neue Fragen untersucht.
Die Themen können vom Wald und seinen Bewohnern über Wasser, Licht und Schall bis zu Technik und unserer Umwelt reichen. Welche Abenteuer als Nächstes Gestalt annehmen, wird sich bei der Ausarbeitung zeigen. Die Ideen bis Band 20 bilden den Vorrat für diese Entwicklung.
Für jeden weiteren Band gilt derselbe Anspruch: ein eigenes spannendes Abenteuer, verständliches Sachwissen, Experimente an der passenden Stelle und Figuren, die miteinander lernen. Die Kinder dürfen dabei neue Interessen entdecken, Fehler machen und an ihren Erfahrungen wachsen.
Ich möchte, dass aus einer gelesenen Geschichte eine eigene Frage wird. Und aus dieser Frage vielleicht der nächste Spaziergang, ein gemeinsamer Versuch oder ein Gespräch am Küchentisch.

Meine Einladung an euch: Schlagt ein Buch auf, nehmt eure Neugier mit und entdeckt, was euch bisher vielleicht entgangen ist. Vielleicht beginnt euer nächstes Abenteuer mit einem kleinen Warum.
WISSENSFUNKE · Band 1: Das Rätsel im Wald · von Markus Koch
96 Innenseiten, acht Kapitel und neun Experiment-Doppelseiten. Für neugierige Kinder von etwa 8 bis 14 Jahren und zum gemeinsamen Lesen mit Erwachsenen.

WISSENSFUNKE / Markus Koch; Illustrationen und digitales Buch-Mockup entstanden mit Unterstützung generativer KI.